Angstfrei Denken – wie du deine Gedanken hinterfragen kannst ….

 

 

Was denkt es in dir …,

 

…wenn ich dich frage, was den größten Einfluss auf dein Leben, deine Entscheidungen, deine Gefühlslage hat?

Dein Herz? Dein Bauch? Nein, sollte es – aber es sind einzig und allein DEINE GEDANKEN.

 

„Nicht einmal deine schlimmsten Feinde können dir so viel Leid zufügen wie deine eigenen Gedanken.“

Buddha

Der sogenannte „kleine Mann“, der in deinem Oberstübchen sitzt, ist ständig am Ackern.

 

Nun, wie alt bist du? Als Kind erging es dir noch nicht so, oder? Der da oben leistet einen Vollzeitjob und das 24/7 ohne Pause. Ehm, kein Wunder, dass da irgendwann mal der Stecker gezogen werden muss, denn der hängt doch schon ganz schön nahe am Burnout, oder?

Unsere Gedanken entscheiden, wie wir uns fühlen, was wir tun, wie wir durch den Tag gehen, den Job erledigen, mit Menschen kommunizieren und und und … Jedem Gemütszustand geht ein Gedanke voraus. Die Ereignisse in deinem Leben haben darauf keinen Einfluss, es ist die Art wie du über sie denkst. Und genau da können wir das Ruder wieder übernehmen – like a BOSS.

Wir denken nahehzu 60.000 Gedanken am Tag und das nun nicht immer positiv, im Gegenteil. Wir sind konditioniert negativ zu denken und das ist ganz normal, tut ja fast jeder hierzulande. Natürlich helfen uns negative Gedanken auch vor gefährlichen Situation, zum Schutz. Leider aber haben wir uns in weit überzogene Denkweisen entwickelt, die uns allzusehr blockieren, die Balance ist aus dem Takt geraten.

 

Kennst du diese Sätze:

 

„Also wenn er mir absagt, dann weiß ich wenigstens …“

„Ich muss mich vorbereiten, denn sonst könnte …“

„Ich erwarte lieber nichts, dann werde ich nicht enttäuscht …“

„Ich denke lieber gleich das schlimmste, dann tut es nicht so weh …“

 

Hier lässt es sich schon einfach einmal erfragen, stimmt denn das? Stimmt es immer? Tut es nicht weh, wenn man gleich davon ausgeht, dass etwas schlimmes passiert? Die Antwort lasse ich jetzt mal offen stehen.

Dieses Gedankenrad kreist unterbewusst in unserem Kopf umher.

 


Werde zu Sokrates!

 

Naja nicht ganz, aber die Sokratische Methode ist eine auf der kognitiven Ebene angewandte Methode des Hinterfragens. Sokrates hatte einst seine Gesprächspartner versucht, mit Hilfe von logischen Fragen die Wahrhaftigkeit in ihren Antworten aufzudecken. Irgendwann, wenn hinter den Antworten keine Logik mehr vorhanden war, widersprachen sich die Gesprächspartner selbst.

 

Decke deine Gedanken auf – Stell die Lupe auf Zoom!

 

1. Werde dir deiner negativen Gedanken bewusst.

Ich bin immer krank. (Könnte ein Gedanke sein, den du in dir trägst.)

2. Überprüfe diesen Gedanken, was macht er mit dir?

Hilft mit dieser Gedanke in einer Weise, dass er mein Leben trägt? Wie fühlt es sich in mir an? Enge oder Weite? Sobald ein Gedanke ein Gefühl von Enge, alles zieht sich zusammen, erzeugt, kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass er nicht der Realität entspricht. Nicht deiner!

3. Welche Beweise habe ich, dass dieser Gedanke wahr ist?

Tja, also, bleiben wir bei unserem Beispiel. Hast du Beweise, dass du IMMER krank bist und auch sein wirst?

Vermutlich nicht, oder?

4. Welche Beweise habe ich, dass dieser Gedanke falsch ist?

Dies ergibt sich allein schon aus 3. und dem Gefühl der Enge, was sich dann in deinem Körper breit machen wird. Glaub mir, wenn du achtsam genu wirst, merkst du sehr schnell, wie eng es für dich (oder den kleinen Mann da oben) auf einmal wird. Dann kommt er nämlich ins Schwitzen und möchte dir noch mehr seiner tollen Vorschläge präsentieren.

5. Bei einem Gedanken bleiben.

Welcher Gedanke, nachdem Herr oberster Richter gesrprochen hat, ist der mit der größten Macht? Bleibe dabei, hinterfrage diesen und all die anderen, die dann Schlange stehen, lösen sich bestimmt mit ihm in Luft auf, sobald du den Scharlatan entlarven konntest.

6. Schau auf eine Alternative, ein Kompromiss, eine neue Perspektive.

Bei unserem Beispiel könnte es so lauten: Ja verdammt nochmal, ich habe Hashimoto und ich habe eine richtige Höllenzeit durchlebt, aber ich bin nicht immer krank. Ich hatte und werde auch auch gute Tage/Wochen/Monate/Jahre haben und ich weiß, dass ich auch gesund sein kann und bin. Alles ist in mir. Mein Leben geht deshalb weiter und ich will dabei sein, ich BIN der BOSS.

7. Fragenkatalog

Vielleicht legst du dir auch einen Fragenkatalog zu, den du dir immer wieder ran holst, sollte es wieder einmal zuviel in dir denken. Dann bist du gut ausgerüstet.

8. Konditionierung

Wende diese Fragen immer und immer wieder im Alltag an, sobald du merkst, dass ein Gefühl der Enge sich einschleicht, werde wachsam, aufmerksam, achtsam. Bleib bei dir.


Erstmal atmen …

 

Ich empfehle dir als allererstes immer, so praktiziere ich es, dich mit deinem Atem zu verbinden- Er ist die Brücke zwischen Körper und Geist. Konzentriere dich auf ihn, atme tief ein, halt vielleicht 3-7 Sekunden die Luft an und atme losgelöst wieder aus, atme all das Negative aus, lass es raus. Das ist schon ein großer Schritt um mal die Pausetaste zu drücken und sich das Standbild genauer anzusehen.

Wenn du magst, kann ich dir auch gern einmal eine kleine Atemübung (Meditation), die ich mache, wenn ich mal in einen Symptomgedanken meiner Krankheit verfalle, als Podcastfolge aufnehmen. Dann schreib mir doch gern in die Kommentare.

Gesunde deine Gedanken mit dieser einfachen Methode, Stück für Stück und jeden Tag ein Stückchen  mehr und du wirst lernen, deine Gedanken auf ein rationalere Art und Weise zu interpretieren.

 

 

Schreib mir doch gern, wie es dir bisher gelungen ist, deine Gedanken zu hinterfragen. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner neuen Aufgabe, welche doch all die „unbegründete Angst“ in ein etwas anderes Licht rücken wird.

 

Herzensgrüße, Nancy

 

 

 

 

 

 

 

 

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