Giersch – ACHTUNG GESUND!

 

Der Giersch …

 

Für mich ist dieses (Un)-Kraut der absolute Renner. Ich  liebe Giersch. Vorkommen? Überall und man wird zur Zeit regelrecht überflutet vom Giersch. Man kann ihm nicht entkommen, außer man zieht weg. Wie bei so vielen anderen Wildkräuter hilft hier, ESSEN, nicht sinnlos bekämpfen, denn ich sage dir, den Kampf verlierst du und warum überhaupt kämpfen, ist Giersch doch ein tolles Wildkraut mit vielen unterstützenden Eigenschaften.

Mach ihn dir zum Freund und genießt einfach eure Verbindung.

Der Giersch liebt nährstoffreiche Böden, an Wald- und Wiesenrändern, wo er in ganzen Scharen austritt. Sobald der erste Schnee geschmolzen ist, machen sich die zarten hellgrünen Blätter auf den Weg, dass Licht der Welt zu erblicken. Ab März kann geerntet werden und das nahezug bis in den September hinein. Der Giersch kann bis zu einem Meter hoch werden. Alles darf verzehrt werden, Stengel, Blätter und ab Mai/Juni dann auch die Blüten. Achtung bei den Wurzeln, die etwas fadenähnlich scheinen, sie sind für uns leicht giftig und können Hautreizungen verursachen. Anwendungen findetst du unten im Artikel. Zerreibt man die Blätter des Gierschs, nimmt man den unverkennbaren Duft von Petersilie oder wie ich immer finde, Möhrengrün, wahr. Hildegard von Bingen beschrieb diese Pflanze als Lebenskraft schlechthin, wo er dann in den Klostergärten kultiviert wurde. Heut kaum denkbar.

 

Volksnamen:

Giersch = Aegopodium podagraria

aigos = Ziege; podos = Fuß

daher auch Geißfuß, Erdholunder, Zipperleinskraut genannt.

 

Thematik:

Veränderung, Beziehungen, Denkweise

Giersch hilft dir bei starren Denkprozessen, hilft in die Tiefe zu gehen und dir dein Thema näherzubringen. Es untersützt bei wichtigen Fragestellungen und fördert deine Bereitschaft diese Denkmuster zu durchbrechen, um für Veränderungen Platz zu schaffen.

Eine Essenz aus Giersch löst starre Denkweisen auf, bringt Lebendigkeit und Kraft in den Körper und Geist. Ein neuer Wind weht.


 

Inhaltsstoffe:

Äther, Öle, Cumarine (was für den typischen Duft der Pflanze verantwortlich ist), Flavonoide, Saponine, Harz, Vitamin C, Eisen, Mangan, Kupfer, Titan und Bor. Giersch besitzt dreimal mehr Vitamin C als Kopfsalat und doppelt soviel wie Grünkohl. Wer hätte das gedacht.

Merkmale:

Giersch wird auch „Dreiblatt“ genannt. Daran kannst du immer gut erkennen, dass es sich wirklich um Giersch handelt. Denn auch hier besteht die Gefahr der Verwechslung und zwar mit dem

Bärenklau:

oder die Bibernelle:

 

Merke!

Es gibt einen einfachen Spruch mit dem keine Verwechslung mehr möglich ist, den du dir unbedingt merken solltest:

 

„Merke drei, drei, drei – und du bist beim Giersch dabei.“

 

Bedeutet soviel wie:

  1. Die Blätter am Stengel sind immer als Trio angeordnet.
  2. Der Stengel ist dreieckig, immer.
  3. Die Blätter in sich auch noch einmal in drei kleine Blätter aufgeteilt.

 

 

 


 

Heilwirkung:

  • reinigend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • beruhigend
  • entwässernd
  • antirheumatisch
  • harnsäurelösend
  • verdauungsanregend
  • antirheumatisch

Er hilft daher gut bei Verstopfungen und was wieder sehr gut für die HASHIS unter uns ist, regt er die Stoffwechselvorgänge im Körper an. Also, Kraut Nr. 2, neben dem Löwenzahn, was sehr gut zur Unterstützung der Schilddrüse verwendet werden kann und das alles vor unserer Haustür.


Anwendung:

Blüten:

Die Blüten kannst du einfach über einen frisch angerichteten Salat geben, sieht nicht nur toll aus, schmeckt auch gut.

 

Rheuma, Gicht:

Giersch löst die Harnsäurekristalle im Körper und schwemmt diese aus. Deshalb ist er als Gichtmittel gut geeignet. Bereite man sich einen Umschlag aus frisch zerdrücktem Giersch und lege man ihn sich auf die betroffenen Stellen. Auch gebrühter Tee ist hierbei hilfreich.

Frischer Saft:

Unterstützt bei einer Entgiftungskur und entschlackt.

Blasenentzündung:

Auch hier unterstützt aufgebrühter Gierschtee den Heilungsprozess.

Umschläge:

Schmerzlindernd kann ein Umschlag des Pflanzenbreis bei Insektenstichen und Sonnenbränden sein.

 

 


Stelle deine Giersch-Tinktur selber her:

 

  1. frische Blätter sammeln, säuber und zerkleinern
  2. Giersch in ein Schraubgefäß geben am besten nicht aus Metall.
  3. Nun  mit 40%igem Alkohol  im Verhältnis 1:5 auffüllen und schütteln.
  4. Dies lässt du nun 2,5 bis 4 Wochen gehen und bitte denke daran es täglich zu schütteln. Wichtig!
  5. Nun ist die Tinktur fertig, wird abgeseiht und kann in ein Dunkelglas gefüllt werden, zur besseren Haltbarkeit.

Einnahme:

  • Du kannst den Auszug 2-3 mal täglich  mit 10-12 Tropfen in etwas Wasser aufgelöst trinken.

Metalldeckel würde ich nicht empfehlen, da diese mit den Kräutern reagieren und so die Heilwirkung eingeschränkt ist.


Giersch-Pesto:
120 g Giersch
100 g Cashewkerne/Sonnenblumenkerne
ein TL Himalaja Salz
200 ml Öl (Sonnenblume/Avocado/Walnuss)

Wer einen Hochleistungsmixer hat, kann einfach alle Zutaten hineinwerfen, sonst voher die Nüsse klein hacken und etwas länger mixen.

Alles wird grob püriert und abgeschmeckt, evtl. auch mit Pfeffer und Ahornsirup je nach Geschmack.

Abfüllen in ein Schraubglas. Ich nehme immer ein altes Honigglas.

Genießen!

Im Kühlschrank aufbewahrt, kann dieses Pesto 2-3 Monate halten.


 

 

Giersch wird auch als „falsche Petersilie“ bezeichnet. Nutze dieses Wunderkraut auch für dich. Ernte so viel du  nur kannst. Hänge es verkehrt herum auf und trockne es dir für die Winterzeit, dann bist du gut ausgerüstet.

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesem Sooperfood und hoffe, dass du ihn dir zum Freund machst, denn nicht alles, was sich uns in den Weg stellt (wächst) ist unser Feind.

Herzensgrüße, Nancy

 

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